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eingesetzte Kräfte
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Pressemitteilung Stadtfeuerwehr:
Gegen 23:20 Uhr wurden die Feuerwehren Schneeren und Mardorf sowie die Einsatzleitung Ort (ELO) zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Pflegeheim im Ortskern von Schneeren alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein Brand in einem WC im Obergeschoss festgestellt, der sich bereits bis in das Dachgeschoss ausgebreitet hatte.
Einsatzleiter Peer Wesemann, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Schneeren, ließ daraufhin das Alarmstichwort auf ein bestätigtes Feuer in einer Pflegeeinrichtung erhöhen. Im weiteren Verlauf wurden zusätzliche Kräfte alarmiert, darunter die Kernstadtfeuerwehr Neustadt mit einem Löschzug und der Drehleiter, die Hygieneeinheit, die Atemschutzeinheit, der Bereichs-Einsatzleitwagen sowie mehrere Rettungsmittel des Rettungsdienstes.
Gemeinsam mit dem Pflegeheimpersonal wurden alle 43 Bewohner aus dem Gebäude evakuiert. Ein Bewohner erlitt leichte, zunächst nicht näher definierte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus transportiert. Die übrigen Bewohner wurden zunächst in der Gaststätte Asche am Schützenplatz witterungsgeschützt untergebracht. Noch in der Nacht konnten weitere Notunterkünfte für sie organisiert werden.
Über 30 der evakuierten Bewohner werden im Krankenhaus Nienburg vorübergehend aufgenommen. Das Krankenhaus stellte hierfür eine freie Station zur Verfügung, auf der die Betreuung durch das Pflegepersonal des betroffenen Pflegeheims sichergestellt wird. Die restlichen Bewohner können innerhalb von Schneeren in vorbereiteten Unterkünften untergebracht werden.
Zur Unterstützung der Neustädter Drehleiter wurde eine zweite Drehleiter aus dem Landkreis Nienburg nachalarmiert, die die Brandbekämpfung von der Gebäuderückseite übernahm. Mehrere Atemschutztrupps öffneten Bereiche im Dachgeschoss, um gezielt an den Brandherd zu gelangen und diesen zu bekämpfen. Zusätzlich kam die Drohne der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1 zum Einsatz, um Glutnester aus der Luft zu lokalisieren und effektiv abzulöschen.
Die Verpflegung der Einsatzkräfte mit Heißgetränken und Speisen übernahm der Verpflegungszug der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1. Aufgrund von Temperaturen unter dem Gefrierpunkt begann das Löschwasser auf der Straße zu gefrieren, weshalb der Bereitschaftsdienst des Bauhofs Neustadt zum Abstreuen angefordert wurde.
Der Stadtbrandmeister, seine Stellvertreter sowie die erste Stadträtin machten sich direkt vor Ort ein Bild von der Lage.
Gegen 6:30 Uhr wurde der ehrenamtliche Rettungsdienst zum Patiententransport alarmiert, um die Bewohner in ihre neuen Unterkünfte zu bringen.
Die Nachlöscharbeiten und die Betreuung der evakuierten Bewohner dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.